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Wöchentliche Marktinfo KW40

DAX – Tagesausblick: Hervorragende Routen-Abarbeitung! Neues Septembertief!

Das hier wochenlang angekündigte herbstliche DAX Mindesttief war da! Touchdown, der DAX erreichte gestern Vormittag exakt die beiden 200-Tages-Linien bei 24875 bzw. 24830 und stieg dann umgehend wieder um exakt +400 Punkte an bis 25232. So geht es weiter...

BASISWERT - DAX

DAX - aktueller Vortagesschlusskurs: 24939

VDAX: 20,08

Widerstände: ➡️ 25175 + 25200 + 25525 + 25570 + 25600/25617

Unterstützungen: ➡️ 24875/24830 + 24785 + 24600 + 24369

DAX Rückblick:

Das hier wochenlang angekündigte herbstliche DAX Mindesttief war da! Touchdown, der DAX erreichte gestern Vormittag exakt die beiden 200-Tages-Linien bei 24875 bzw. 24830 und stieg dann umgehend wieder um exakt +400 Punkte an bis 25232.

DAX Prognose:

Der DAX hat naturgemäß ein Anrecht darauf, ab dem Test der 200-Tages-Linien bei 24875 bzw. 24830 eine Chance auf Trendumkehr nach oben zu bekommen (etwa ähnlich wie im April, Mai und Juni). Die ersten Käufer (+400 Punkte in wenigen Stunden) waren auch schon zu sehen.

Die entscheidenden Schritte sind:

a) den Bereich 24875/24830 weiterhin per Tagesschlusskurs behaupten.

b) die Horizontale bei 25173 angreifen

c) vor allem das letzte tiefere Hoch bei 25600/25617 überbrücken.

🔵 Für DAX Zocker: Der DAX steigt heute in 60 von 100 Fällen ein 2. Mal bis 25200, ohne zuvor neue Wochentiefs auszubilden. Viel Glück.

🔴 BÄRISCH: Ein Tagesschluss unter 24830 und erst recht ein Tagesschluss unter 24750/24600 würde zu einer Ausweitung der herbstlichen DAX Korrektur bis ca. 24000 oder sogar zum bisherigen Jahrestief 21900/21865 führen (alles bis 30.10.).

Charts - Pfeillogik:

🔵 BLAUE ROUTE wird favorisiert; hat eine hohe Wahrscheinlichkeit von ca. 60 %

🟢 GRÜN = best case Verlauf

🔴 ROT = worst case Verlauf

DAX Chart
DAX Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

GOLD - Stabilisierung schreitet voran

Gold-Tagesausblick für Freitag, 02. Oktober 2026: Mit Erreichen der Unterstützung bei 4.094 USD kommen auch langsam die Käufer wieder auf das Parkett zurück. Zu einer nachhaltigen Trendwende fehlt dem Goldpreis aber noch ein gutes Stück.

Charttechnischer Rückblick: Nachdem die bei Kursen um 4.000 USD im Juli gestartete Kurserholung den Goldpreis bis Mitte August über den Widerstand bei 4.600 USD angetrieben hatte, wurde der steile Anstieg dort von einer ebenso steilen Korrektur abgelöst. Diese hat den Kurs in der letzten Woche unter den Support bei 4.264 USD einbrechen lassen und zuletzt an die Haltemarke bei 4.094 USD gedrückt. Auf diesem Niveau versuchen die Käufer aktuell, einen Boden auszubilden und den Goldpreis damit zurück in den Aufwärtstrend zu führen.

Charttechnischer Ausblick: Die Zone um 4.094 USD wurde zuletzt verteidigt und die erwartet volatile Seitwärtsphase eingeleitet, die jetzt schon nach oben aufgelöst werden kann. Ein Anstieg über 4.225 USD würde das erste kleine Kaufsignal auslösen und eine Erholung bis 4.264 USD einleiten. Ein Ausbruch über den Widerstand dürfte den Goldpreis dynamisch bis 4.381 und 4.400 USD antreiben.

Sollte der Kurs des Edelmetalls dagegen unter 4.094 USD einbrechen, stünden weitere Abgaben bis 4.020 USD und darunter bereits bis an das Tief aus dem Juli bei 3.942 USD an.

Charttechnisches Fazit: Die Stabilisierungsphase über dem Support bei 4.094 USD dauert an. Mit einem Anstieg über 4.225 USD würden die Bullen den ersten Schritt in Richtung einer nachhaltigen Erholung des Goldpreises vollziehen.

Chart
Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

ÖLPREIS (Brent): Ausbruch aus der Konsolidierung – 108,37 USD im Fokus

Ölpreis (Brent) Tagesausblick für Freitag, 02. Oktober: Am Donnerstag zeigte sich Brent wieder deutlich fester. Die Notierungen starteten im Handelsverlauf dynamisch nach oben durch und brachen aus dem kurzfristigen Abwärtstrend der Vortage aus. 

Brent Crude Oil Future löst sich dynamisch aus der Konsolidierung der Vortage und trifft nun auf die nächste relevante Widerstandszone.

Kursstand: 107,25 USD

Intraday Widerstände: 108,37 + 110,45 + 114,33 USD

Intraday Unterstützungen: 105,50 + 101,08 + 100,72 USD

Rückblick

Am Donnerstag zeigte sich Brent wieder deutlich fester. Die Notierungen starteten im Handelsverlauf dynamisch nach oben durch und brachen aus dem kurzfristigen Abwärtstrend der Vortage aus. Der Anstieg führte bis an die Hürde bei 108,37 USD, welche zunächst nicht nachhaltig überwunden wurde.

Charttechnischer Ausblick

Der dynamische Aufwärtsimpuls könnte sich jederzeit fortsetzen. Gelingt Brent der Ausbruch über 108,37 USD, wäre zunächst Spielraum bis 110,45 USD gegeben. Nach der Konsolidierung der Vortage könnte auch diese Hürde überwunden werden und anschließend ein Anstieg bis 114,33 USD folgen. Ein zwischenzeitlicher Pullback bis 105,50 USD wäre möglich, ohne das bullische Chartbild nachhaltig zu gefährden. Abgaben unter 100,72 USD sollten aus Sicht der Bullen dagegen vermieden werden.

Fazit

Der Ausbruch aus der Konsolidierung hat das kurzfristige Chartbild wieder aufgehellt. Oberhalb von 108,37 USD könnte Brent die Aufwärtsbewegung in Richtung 110,45 USD und später 114,33 USD ausdehnen.

Chart
Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

Halbleiteraktien haben Luft

Der KI-Trade war schon dynamischer, aber immerhin stabilisiert sich die Lage. Im besten Fall führt das dazu, dass der Sektor um 25% steigt. Das bisherige Allzeithoch würde überschritten.

Anleger sind mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert. Einerseits lösen neue Modelle wie Metas Muse Begeisterung aus, andererseits warnen Unternehmen vor den Gefahren von KI. Neue Modelle mit neuen und besseren Anwendungen sprechen für eine Fortsetzung des Booms. Warnungen und die Forderung nach einer Verlangsamung der Entwicklung bedeuten das Gegenteil.

Persönlich gehöre ich dem Lager an, dass nur an eine Verlangsamung glaubt, wenn sie sichtbar ist. Es gibt keinen ökonomischen Grund, die Entwicklung zu verlangsamen. Zu viele Bedingungen sind nicht erfüllt. Wer die Entwicklung unter schlechten Voraussetzungen freiwillig verlangsamt, schadet dem eigenen Unternehmen. Das dürfte das Letzte sein, was Zuckerberg oder Musk durch den Kopf geht.

Trump hat ausgeschlossen, dass die Regierung die Entwicklung verlangsamen wird. Stattdessen soll es Kontrollen und Prüfung von unabhängiger Seite geben. Es ist unwahrscheinlich, dass dies einen Effekt haben wird.

Die Fakten sind ohnehin das, was zählt. Tatsache ist, dass Südkoreas Halbleiterexporte im September voraussichtlich unter dem Wert von August liegen werden. Südkorea veröffentlicht Daten für die ersten 10 und 20 Tage eines Monats. Bessere Daten und fast in Echtzeit gibt es nicht, um den Boom zu beurteilen.

Grafik1

Der Rückgang wirkt bedenklich, aber nur, wenn man die Beträge betrachtet. Die Wachstumsrate der Exporte ist nicht rückläufig. Sie steigt weiter an. Bereits der Vorjahreswert war ein Rekordwert. Im Vergleich zu diesem Rekordwert liegt der Anstieg aktuell bei 250%.

Grafik2

Ein unmittelbares Ende sieht anders aus. Anleger machen seit einigen Monaten bei dem Boom nicht mehr mit. Der Sektorindex korrigierte erst. Jetzt scheint eine Bodenbildung abgeschlossen zu werden. Durch die Korrektur haben Anleger implizit ein Exportwachstum von 100% und nicht 250% eingepreist. Um zur tatsächlichen Entwicklung aufzuschließen, kann der Branchenindex um ein Viertel steigen. Das bisherige Allzeithoch würde dann um knapp 9% übertroffen.

Grafik3

Das Exportwachstum wird sich verlangsamen. Zum einen braucht es Zeit, bis neue Kapazitäten verfügbar sind, zum anderen wächst auch die Nachfrage nach Halbleitern nicht ewig immer schneller. Das aktuelle Kursniveau des PHLX Semiconductor Index bietet einen gewissen Puffer. Fällt das Exportwachstum bis Februar 2027 auf 100% zurück, liegen die Exporte noch immer auf dem Niveau von September 2026. Der Index repräsentiert ein Szenario, in dem es zwischen August 2026 und Februar 2027 kein Wachstum mehr gibt. Das erscheint konservativ. Ich bleibe daher optimistisch, dass Halbleiterwerte mittelfristig Luft nach oben haben.

Kurzfristig warte ich dennoch ab. Die Bodenbildung muss erfolgreich abgeschlossen werden. Das ist trotz guter Fundamentaldaten nicht garantiert. Ob Leitzinsen, Anleiherenditen, Unsicherheit über die Entwicklung usw., es gibt viele Aspekte, die kurzfristig Gegenwind bedeuten. Lichtet sich der Nebel, kann es eine finale Rallyphase geben.

Chart
Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

Bleibt der Aktienmarkt trotz Anleihepanik robust?

Der Renditeanstieg bei Staatsanleihen ist in den USA und weltweit besorgniserregend. Es erinnert an "Unfälle" wie in Großbritannien unter Liz Truss im Jahr 2022. Kommt das dicke Ende für den Aktienmarkt noch?

In Großbritannien stieg die Rendite von Anleihen mit langer Laufzeit 2022 innerhalb von wenigen Monaten um mehr als zwei Prozentpunkte an. Aktuell sind wir von diesen Zuständen noch weit entfernt. Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist geringer. Seit Ende Juni ist die Rendite in den USA allerdings um 0,8 Prozentpunkte angestiegen. In Deutschland waren es immerhin noch 0,5 Prozentpunkte.

Der Anstieg passt nicht ganz zu dem, was Anleger an anderer Stelle erwarten. Der Terminmarkt impliziert, dass der Leitzins in den USA um einen Prozentpunkt ansteigen wird. Im Vergleich zu allen früheren Zinserhöhungszyklen ist der Anstieg sehr flach. Ein Zinserhöhungszyklus wurde nur einmal zuvor mit weniger als einem Prozentpunkt beendet.

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Anleger könnten die Lage falsch einschätzen. Sie setzen auf ein sehr seltenes Szenario. Es erklärt allerdings, weshalb der Aktienmarkt nicht nennenswert korrigiert. Eine flache Zinswende nach oben erhöht die Wahrscheinlichkeit für ein Soft Landing, also eine langsame Abkühlung des Wachstums ohne Rezession.

Solange Anleger an ein Soft Landing glauben, wird der Aktienmarkt nicht korrigieren. Historisch betrachtet sinkt das Wirtschaftswachstum bei einem Soft Landing um zwei Prozentpunkte. Für die US-Wirtschaft würde dies nur noch minimal positives Wachstum bedeuten. In einem Hard Landing fällt das Wachstum um vier Prozentpunkte. Die USA würden eine merkliche Rezession durchlaufen.

Ausschlaggebend für diese beiden Alternativen ist die Inflationsrate. Kommt es zu einem Hard Landing, steigt die Kerninflation nach der ersten Zinserhöhung nochmals um zwei Prozentpunkte an. Das provoziert eine schnellere und aggressivere Zinswende nach oben und führt letztendlich zum Hard Landing.

Bei einem Soft Landing steigt die Kerninflation nicht mehr an, sondern beginnt nach der ersten Zinserhöhung zu fallen. Das ermöglicht der Notenbank, die Zinsen gemächlicher anzuheben und auf eine Vollbremsung der Wirtschaft zu verzichten.

Bild2

Aktuell gehen Anleger von einem Soft Landing aus. Das wird so bleiben, wenn die Kerninflation jetzt zu fallen beginnt. Steigt die Kerninflation hingegen weiter, ändert sich der Ausblick. Anleger werden früher oder später ein Hard Landing erwarten. Als Anleger kann man seine Investitionsentscheidungen daher an der Kerninflation festmachen. Steigt diese weiter an, ist ein Hard Landing wahrscheinlich. Will man einen Bärenmarkt vermeiden, wird die Aktienallokation in diesem Fall reduziert.

Grafik 1
Grafik 2

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

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